Electronic Frontier Foundation (EFF) warnt vor dem Einsatz von ComputerCop

ComputerCop ist eine Monitoring-Software, mit der Eltern im Blick behalten sollen, was ihre Kinder im Internet so alles anstellen. Der Hersteller des ComputerCop lässt die Software von Polizeibehörden verteilen. Es wird geschätzt, dass in den vergangenen Jahren hunderttausende bis hin zu mehr als einer Million Kopien der Software kostenlos an Familien verteilt wurden.

Der EFF hat nun herausgefunden, dass ComputerCop seine Aufzeichnungen unverschlüsselt per E-Mail ins Internet überträgt. Besonders die Aufzeichnungen der Tastatureingaben mit dem Keylogger können recht simpel mit einem Sniffer wie Wireshark abgefangen werden. Wer also mit seinem Laptop und ComputerCop in einem öffentlichen W-Lan unterwegs ist, sollte sich Gedanken um seine eingetippten Passwörter machen.

Auch der Bundesstaatsanwalt von San Diego hat sich nun eingeschaltet und geraten, den Keylogger des ComputerCop zu deaktivieren.

Das ist nun innerhalb weniger Tage die nächste Meldung aus den USA, die sich mit Monitoring-Software beschäftigt. Vor zwei Tagen wurde bekannt gegeben, dass das FBI den StealthGenie-CEO verhaftet und deren Webseite vom Netz genommen hat.

Es darf immer noch spekuliert werden, was in dem Staat mit der weltweit größten Überwachungsbehörde gerade vorgeht…

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